Glaube
Der Glaube verleiht Flügel!
Im Dienste ihres Gottes arbeiten und leben
Gläubige und Priester nach den Lehren, die ihnen auferlegt sind.
Wunder gibt es immer wieder.
Da kann es schon sein, dass man sogar mal in die Luft geht.
Priester
Miglä: „Alles was wir brauchen, um gute Priester zu werden, ist die Fähigkeit, uns zu wundern.“
Frühestens mit Erreichen der Volljährigkeit (siehe Anhang: Geburtshilfe, Fakten) ist es möglich, das Amt eines Priesters zu bekleiden. Mit einer Weihe wird ein enges Band zwischen Gott und Priester geflochten. Der Priester vertraut nun voll und ganz auf seine Gottheit. Meist leben Priester in Tempeln, Klöstern oder Kirchen. Einige jedoch sind Wanderer und versuchen auf diese Art und Weise ihren Glauben zu verbreiten und andere zu bekehren. Ihnen allen gemein ist es, das Wort Gottes zu leben und zu beten. Mit steigendem Ansehen (sprich steigenden Glaubenspunkten) kommt der Priester seinem Gott näher und die Möglichkeiten göttlicher Magie steigen.
Oft schicken Eltern ihren noch sehr jungen Sprössling zu einem Priester, damit er dort im Glauben eines Gottes aufwächst. Diesen jungen Gehilfen nennt man auch Diener Gottes oder Adept … Er verrichtet im Tempel alle anfallenden Arbeiten und Aufgaben, die ihm der Priester erteilt. Mit der Zeit werden diese Aufgaben größer und anspruchsvoller. Hin und wieder schickt der Priester seinen Schützling in die Welt hinaus, damit er dort im Namen seiner Religion Anhänger findet.
Wenn ein Adept der Meinung ist, er wäre würdig, so bereitet er, unter den Augen eines Lehrpriesters, die Zeremonie zu seiner Weihe vor. Bei der großen Zeremonie gelobt er, nach den Gesetzen der Religion (Waffenverbot, Ehrlichkeit, Friedfertigkeit … Siehe Arcoris: Spiel der Götter, Götter) zu leben und niemals andere Magiearten zu praktizieren. Lediglich die Anwendung von HokusPokus bleibt ihm neben den Wundern seines Gottes erlaubt. Der angehende Priester übergibt alle bisher angesammelten Glaubenspunkte als Beweis seiner Loyalität seinem Gott. Je mehr GP er in seinem Leben als Diener Gottes gesammelt hat (maximal Karma, siehe Magie: Glaube, Gläubige, Glaubenspunkte), je großzügiger also seine Spende ausfällt, je höher stehen die Chancen, dass seine Gottheit ihn als Priester annimmt (Wurf gegen die geopferten GP). Gleich, ob der Gläubige nun Priester wird oder nicht, er verliert in jedem Fall seine eingesetzten Glaubenspunkte. War er nicht würdig, so kann er von neuem GP sammeln, um die Priesterweihe an einem späteren Zeitpunkt zu wiederholen (aber maximal 3 Versuche).
Glaubenspunkte
Priester verehren ihren Gott, dienen ihm und bringen ihm Opfer in Form von Gebeten, glänzendem Gold, dem Bau eines Schreins oder der Bekehrung Ungläubiger. Im Gegensatz dazu erhoffen sie Anerkennung. Bei all diesen Taten schaut der Gott seinem Schützling auf die Finger, um ihn gegebenenfalls zu belohnen (GP) oder zu bestrafen (GP-Abzug). Die Entscheidung, ob der Spieler im Sinne des Gottes gehandelt hat, trifft natürlich der Meister. Bei größeren Vergehen, wie zum Beispiel der Anwendung von Zauberkunst, kann ein Priester exkommuniziert werden. Das heißt, der Gott (hier auch Spielleiter genannt) nimmt ihm seine gesamten GP und wird niemals wieder Wunder für ihn wirken.
Da jeder gottesfürchtige Priester vor dem Schlafengehen zu seinem Gott betet, erhält er über Nacht (mindestens 6 Stunden Schlaf) 1 GP. Gelingt ein Wurf gegen Karma, erhält er 2 GP. Priestern ist es erlaubt maximal Karma mal 1000 GP zu sammeln. Jede Änderung der Glaubenspunkte wird auf dem Heldendokument notiert (siehe Kugel auf der Rückseite des Charakterbogens).
Gläubige
Angehörige aller Rassen glauben an die Götter und verbringen einen Teil ihrer Zeit mit Gebeten und Opfern (und wundern sich ab und an). Mit den Verhaltensregeln ihrer Religion nehmen sie es jedoch bei Weitem nicht so genau, wie dies die Priesterschaft zu tun pflegt. Doch solange sie sich in der Anwendung von Magie auf HokusPokus beschränken, können auch einfache Gläubige auf kleine Wunder hoffen.
Glaubenspunkte
Einzig durch Opferungen in Tempeln können gläubige Glaubenspunkte erlangen (und nicht wie Priester über Nacht regenerieren, auch wenn sie noch so fleißig beten).
Wichtig: Einem Gläubigen ist es möglich, allerhöchstens Karma viel GP anzusammeln. Natürlich wird jede GP-Änderung vom Spieler auf dem Heldendokument notiert.
Wunderbares
Mit den gesammelten Glaubenspunkten ist es Priestern und Gläubigen möglich, Wunder zu wirken, indem sie sich diese wünschen. Dabei sind die Möglichkeiten nahezu grenzenlos, denn es existieren keine vordefinierten Wunder oder Zaubersprüche. Lediglich die allgemein vorgegebenen Einschränkungen der Religion sind zu beachten (siehe Arcoris: Spiel der Götter, Götter). So wird Muthera, die Göttin allen Lebens, es nicht gerne sehen, wenn sich ein Gläubiger oder Priester wünscht, jemanden zu verletzten. Gleichwohl wird Amokk, der Gott der Zerstörung, nichts reparieren oder gar heilen. An diese groben Einschränkungen müssen sich alle halten, die möchten, dass ihr Wunsch in Erfüllung geht.
Soll nun ein Wunder geschehen, so erbittet der Spieler, was geschehen soll: Ereignis, Dauer, Wirkung … In einem kurzen (Stoß-) Gebet opfert er nach eigenem Ermessen eine gewisse Anzahl GP. Bleibt zu hoffen, dass die Spende ausreichend war und sein Gott ihn erhört. Ein Wurf mit dem W20 gegen das Karma des Anwenders entscheidet über das Gelingen der göttlichen Hilfe. Der SL bestimmt dabei, wer würfelt (Spieler oder SL) und ob der Wurf modifiziert werden muss (bei einer zu knappen Spende beispielsweise) oder ob auf das Würfeln gänzlich verzichtet werden kann (überschwänglich großzügige Opfergabe). Es kann vorkommen, dass ein Wunder ein Kritischer oder ein Patzer geworden ist. In solchen Situationen geschehen natürlich die ungewöhnlichsten Dinge (na Meister, wie sieht’s mit Deiner Phantasie aus?).
Aber gleich, ob ein Wunder nun gelang oder nicht, die geopferten GP sind in jeden Fall in das Götterreich eingegangen; Abstreichen auf dem Charakterbogen nicht vergessen!
PS: Auf entweihtem Boden ist es unmöglich, Wunder zu wirken.
Anhaltspunkte, was Wundern bringt …
- 1 GP: Ein Licht leuchtet 2W6 Stunden, W6 LE werden regeneriert oder W6 TP verursacht.
- 5 GP: Ein, zwei Tage Licht oder ein magischer Schutz von RS 5 für 2W6 Personen, der einige Minuten (EN) lang anhält, sind gesichert.
- 100 GP: Sind ein Leben wert. Das ist ein seltenes und außergewöhnliches Wunder, welches es sogar ermöglichen kann, einen Mensch, Elb, Zwerg … wieder ins Leben zurückzurufen, der bereits länger als EN tot ist. Aber: Nach mehr als 24 Stunden will selbst ein solch gewaltiges Opfer nicht mehr helfen.
Oder sie können einem dazu verhelfen, ein PHP herzustellen. Da wundert einen dann gar nichts mehr!
Was das Spenden angeht, so kann ein Gläubiger oder Priester für 10 gespendete NT einen GP erbitten. Aber, nicht jeder Gott verlangt stets denselben Betrag und gibt sich mit Materiellem zufrieden. Meister sind auch nur Menschen!