Ländliche idyll auf Arcoris

Fauna

Die Tierwelt von Arcoris ist wie die Pflanzenwelt vielfältig und abwechslungsreich.
Im Großen und Ganzen sind die uns bekannten Tiere der Erde vertreten:

Schafe liefern Wolle,
Bienen den süßen Honig,
Mäuse knabbern Kornsäcke an,
Kühe sind verantwortlich für Milch,
Pferde dienen uns als Last- und Reittier,
Hasen sind als Abendessen bestens geeignet,
Tauben, die in großen Städten immer alles vollsch…,
Schweine, ach Mettbrötchen scheinen überall recht beliebt,
Elefanten, naja einzelne Vertreter wird es auch von diesen geben …

Von den nun folgenden Tieren können wir,
die wir auf der Erde leben, leider
(oder zum Glück?!?)
nur träumen.

Insekten/Spinnen

Oft als lästige Plagegeister empfunden, für den Nahrungskreislauf unerlässlich.

Bummskäfer

Der Panzer des gerade mal 1 bis 2 cm großen Bummskäfers ist schwarz, darunter verborgen besitzt er zwar Flügel, fliegen kann er jedoch nicht. Bemerkenswert ist, dass sich die Bummskäfer mittels ihrer Klopfzeichen untereinander verständigen. Wobei diese Verständigung über ein: „Ich bin hier! Wo bist du?“ nicht hinausgeht.

Erdhummel

Dieser dicke Brummer wird etwa 35 mm groß und lebt überall, wo es genug Blumen und lockere Erde gibt, denn vom Blütenstaub ernährt er sich und in die Erde gräbt er sein Nest. Ist es draußen bitterkalt, so verschließt die Erdhummel das Nest von innen und schläft so lange, bis es wieder wärmer wird.

Giraffenrüssler

Der Elefant unter den Insekten. Er zeichnet sich vor allem durch seinen gut 1 cm langen Rüssel aus. Man könnte diesen 3 cm großen, unauffällig grauen Käfer auch als Biene ohne Flügel bezeichnen, denn mit Hilfe seines Rüssels trinkt er Nektar aus Blütenkelchen. Nachts kann es ohne Weiteres vorkommen, dass man durch anhaltendes Trompeten (schrilles Quietschen) vom Schlaf abgehalten wird. Dann ist einer dieser Käfer auf Partnersuche.

Hausskorpion

G:10, S/LE:3, Begr.:5, TP:4W6, BW:W6 • Der Hausskorpion wird gut 25 cm lang, ist hochgiftig und gilt, wenn auch selten, als Haustier und Wachhund der Mareehm. Dieses Rieseninsekt lässt sich in geringem Maß dressieren und beißt seinen Wirt und Gastgeber (so gut wie) nie.

Heftzecke

TP:1 • Eine wahrlich lästige Gefährtin, denn hat man sie sich erst einmal gefangen, geht sie nicht bevor sie satt ist. Heftzecken lassen sich von Bäumen fallen und stechen schmerzhaft tief ins Fleisch ihres Wirtes. Sie erscheinen auf unbedeckten Hautflächen als etwa 8 mm durchmessende, metallisch Gelb glänzende Muttermale. Nach wenigen Stunden (W6) sind sie gesättigt und fallen ganz von alleine ab.

Hosenbiene

TP:1 • Bis zu 25 mm groß, ist sie einer der größten Honiglieferanten. Ihren Namen verdankt sie den langen, roten Hinterbeinen.

Kartoffelkäfer

Dieses kleine, scheinbar harmlose Tierchen hat schon so manchen Bauern zur Verzweiflung gebracht, denn der weibliche Käfer legt in geerntete Kartoffeln bis zu 1000 Eier. So kann über Nacht ein Kartoffelvorrat im Keller oder gar eine komplette Ernte ungenießbar werden.

Nachtschwärmer

Die Nachtschwärmer sind kleine, fliegenähnliche Insekten. Man gewinnt schnell den Verdacht, dass sie von den Göttern eigens als Futter für die Blindfische gesandt wurden, denn sie verharren ohne erkennbaren Grund in Scharen ganz knapp über der Wasseroberfläche.

Nikolaus

Etwa 2 mm großer blutsaugender, aber ungefährlicher Parasit von roter Farbe, der sich ausschließlich von Menschenblut ernährt. Die Nikolaus zeigt sich Abenteurern am Morgen nach einer Nacht in einer billigen Unterkunft meist durch starken Juckreiz. Viel Seife und Wasser hilft.

Rückenschwimmer

TP:1 • Dieses im Wasser lebende Insekt ist 10 bis 15 mm klein, sein Körper ist schwarz, seine Flügel gelblich. Es hat einen kurzen, kräftigen Stachel, mit dem es fühlbar zustechen kann.

Sandbiene

Sie wird etwa 12 mm lang, hat eine auffällig bräunlich-rote Färbung und baut ihr Nest an Feldwegrändern. Der Honig der einzeln lebenden Sandbiene ist sehr kostbar, da er nur in winzigen Portionen gewonnen werden kann.

Schneehummel

Die Schneehummel, auch Winterhummel genannt, ist weiß-schwarz gestreift. Sie sammelt den Nektar der Eisblumen und verschläft die warmen Tage der sonnigen Monate.

Sechstant

G:15, S/LE:8, RS:6, TP:W8, BW:W8 • Dieser, bis zu 130 cm große, sechsbeinige Riesenkäfer lebt in den Orkländern und vermutlich auch auf der Dracheninsel. Man sieht den Sechstanten so gut wie nie außerhalb dieser Gebiete. Wenn er sich allerdings doch einmal in die Hügelländer, Steppen und Wälder des Südens begibt, so wird er zu einer großen Gefahr für alle, die ihm begegnen.

Siedepunkt

Diese 5 bis 8 mm großen Käfer sind ausgesprochen nützlich. Sie ernähren sich von Blattschädlingen. Aus diesem Grunde wird der Siedepunkt auch gerne von Bauern auf befallenen Feldern ausgesetzt.

Tausendflügler

… ähneln Libellen, haben aber mindestens 8 Flügel und werden 5 bis 50 cm groß. Man begegnet ihnen in Sumpfen. Sie sollen sowohl schmack- als auch nahrhaft sein (wer’s glaubt). Es wird behauptet, dass auf der Dracheninsel Tausendflügler Leben, die bis zu 8 m messen.

Trapezspinne

G:12, S/LE:8, RS:4, TP:W6 + lähmendes Gift • Diese Riesenspinne wird sage und schreibe bis zu 2 m groß. Ihr Netz spannt sie in geringer Höhe zwischen Bäumen auf. Damit fängt sie große Säugetiere und frisst diese. Aber auch Menschen, Halblinge, Elben … sind nicht vor ihr sicher. Kobolde jedoch können ihr Netz ungehindert übersteigen.

Zirpzirp

… ist eine 4 bis 5 cm große Heuschreckenart, allerdings ist ihr Geigenspiel um einiges lauter als das Zirpen ihrer Artgenossen. Von vielen Menschen wird sie als Lärmbelästiger angesehen.

Reptilien/Amphibien

Die Zeit der großen Dinosaurier ist vorüber, doch vielleicht sind ja die Drachen ihre direkten Nachfahren? Einige kleinere Reptilien finden im Folgenden ihren Platz:

Aspisviper

G:10, S/LE:3, TP:2W6 • Sie ist eine hochgiftige Schlange von 0,5 bis zu 1 m Länge und eine ausgezeichnete Schwimmerin. Die Naoos verwenden ihr Gift für die Vogeljagd.

Basilisk

G:16, S/LE:18–28, TP:W20, BW:W6+3 • Diese Leguanart wird, inklusive Schwanz, 2,5 bis 4 m Lang und ist sehr angriffslustig. Sie ist mit den Drachen verwandt, daher bezeichnet man sie auch als geflügelte Drachenschlange. Sie sind jedoch flugunfähig. Mit ihrem tödlichen Blick versuchen Basilisken, ihre Gegner zu hypnotisieren (der Basilisk hat einen Versuch je Charakter; Intelligenzprobe zum Widerstehen). Gelingt es ihnen, so ist ihr Opfer wie versteinert und hat meist keine Chance mehr, dem folgenden tödlichen Schwanzschlag zu entkommen.

Exit

Diese etwa 20 cm lange, braungraue Eidechse hat das Talent, immer (so vorhanden) einen Ausgang zu finden. Hat man sich also in einem Höhlensystem verirrt, gilt es nur, eine Exit zu finden (logischerweise kann man auch eine mitbringen). Bleibt man ihr auf den vier Fersen, wird man früher oder später ans Tageslicht (respektive nachts ans Sternenlicht) gelangen.

Erdkröte

Sie wird bis zu 1 m groß, frisst Gras, Würmer und Erde. Kobolde finden Vergnügen daran, auf ihr zu reiten. Zwar kommen sie auf ihrem Reittier nicht unbedingt schneller voran als zu Fuß, doch macht ihnen die Hopserei riesigen Spaß, zumal für Fremde ein Kobold auf einer Erdkröte eine imposante Erscheinung darstellt.

Feuersalamander

TP:W6 • So kontrastreich wie die schwarz-gelbe Zeichnung ihrer Haut, so wechselhaft ist auch der Lebensraum dieser 20 bis 30 cm großen Kleinstdrachenart. Zwar leben sie normalerweise in feucht-sumpfigen Gebieten, doch lieben sie es ebenso, es sich inmitten eines lodernden Lagerfeuers bequem zu machen. Wer einen Feuersalamander erhaschen möchte, sollte feuerfeste Handschuhe tragen, denn dieser Salamander kann eine ganze Weile die Hitze des Feuers speichern.

PS: Rüstungen aus Salamanderleder sind feuerfest (aber leider unbezahlbar) und es heißt, man benötige dieses friedliche Tierchen, um aus Blei Gold zu machen.

Knallfrosch

TP:W8 an jeden in 3 m Umkreis • Der Knallfrosch sieht zunächst aus wie ein einfacher Laubfrosch. Erst aus nächster Nähe wird man des Zeichens, ein winziger rotgelber Punkt zwischen seinen Augen, gewahr, an dem der Wissende ihn sogleich erkennen kann. Fühlt er sich oder schlimmer seine Brut bedroht, schüttelt er sich kurz, um Sekundenbruchteile später hoch in die Luft zu hüpfen und mit lautem Knall zu explodieren.

Luftschlange

Sie lebt auf hohen Bäumen und fast ausschließlich in Sumpfen. Ihren Namen erhielt die 3 bis 5 m lange, dünne Schlange durch die Tatsache, dass sie sich einfach von den Bäumen fallen lässt, wenn sie auf den weichen, morastigen Boden möchte. Dabei macht sie sich, um die Fallgeschwindigkeit gering zu halten, so flach wie möglich. Manch Reisender behauptet bis heute felsenfest, dass sie fliegen könne. Sie ist völlig ungefährlich und das Schlimmste, was bei einer Begegnung mit ihr passieren kann, ist, dass man erschrickt.

Lustmolch

Was soll man sagen? Es handelt sich einfach um eine sexbesessene Kröte. Entweder quakt sie, um einen Partner zu finden, oder weil sie einen gefunden hat …

Salzschlange

Ein recht seltsames Tier, diese ungelenke Kleinschlange. Ihre Lebensgrundlage ist das Salz. Auf Arcoris lebt sie sowohl an Land als auch im (Salz-) Wasser, man findet sie auch in ausgetrockneten Salzseen sowie in der Nähe der Wüste. Salzschlangen sind knapp 13 cm lang und nur wenige Millimeter dick. Sie sind sehr beliebt, denn knusprig gebacken sind sie echt lecker.

Schwarzpockenkröte

TP:2W8 • Die handtellergroße, braungrüne Kröte mit ihren schwarzen Warzen wird obwohl sie giftig ist vom Felsmarder gefressen.

Timafia

G:10, S/LE:7, RS:2, TP:W6, BW:W6 • Diese prächtige Echse – ihre Haut leuchtet grün, blau und orange – lebt in Vulkangebieten. Sie wird 60 bis 90 cm lang und dabei 15 bis 25 kg schwer. An und für sich gutartig, kann sie jedoch schmerzhaft zubeißen, bedrängt man sie zu sehr.

Wetterfrosch

Bei gutem Wetter klettert der leuchtend grüne Wetterfrosch auf Sträucher oder gar junge Bäume, vermutlich der kühlenden Luft wegen. Auch schnappt er von dort aus abspringend in der Luft nach Fliegen.

Wüstenwaran

G:14, S/LE:18, RS:3, TP:W10, BW:W6+2 • Diese meist in der Wüste lebenden, sandfarbenen Echsen werden bis zu 3 m groß und verteidigen verbissen ihr Revier. Sie können kleinere Karawanen ohne Weiteres zu einem Umweg von mehreren Tagen zwingen.

Säugetiere

Sie stehen uns am nächsten und es finden sich unter ihnen die meisten Nutz- und Haustiere.

Braunwolf

G:13, S/LE:5, TP:W6, BW:W6+2 • Er hat ein Stockmaß von 30 bis 60 cm, wiegt 20 bis 40 kg und sein Fell ist mittelbraun. Damit ist er erheblich kleiner als andere seiner Gattung. Er ist ein Einzelgänger. Dringt ein Artgenosse in sein Revier ein, kommt es oft zum Kampf, der für einen der beiden tödlich endet. Nur zur Paarungszeit (während der Zeit der Blüte) schließen sie sich zu kleinen Jagdrudeln zusammen. Die Wölfin wirft 3 Monate später 1 bis 2 Junge, die höchstens bis zur nächsten Paarungszeit bei ihr bleiben. Der Braunwolf lebt in der Steppe und an Waldrändern. Er ernährt sich von kleinen Tieren (Mäuse, Hasen …). Sein harmloses Aussehen ist es, das ihn gefährlich für Menschen macht, denn auch noch aus 10 m Entfernung sieht er einem Haushund zum verwechseln ähnlich. Ist der Braunwolf ausgehungert, greift er, ohne zu zögern, größere Tiere (Bären, Pferde, Rinder …) oder gar Menschen an.

Doppelblut

G:13, Begr.:11, BW:W8+3 • Edelstes und wertvollstes Rassepferd der Wandolk. Es heißt, es fließe Einhornblut in seinen Adern.

Erdbär

Putzig. Er ist knapp einen halben Meter groß, dunkelbraun bis schwarz, läuft stets auf allen vieren, hat kurze Beinchen mit fünf sichtbaren Zehen an jeder Tatze und kräftigen Krallen. Damit buddelt er geschickt tiefe Erdlöcher, in denen er haust und überwintert. Auffällig ist seine rosafarbene Nase. Der Erdbär liebt süße Waldfrüchte und wird zuweilen großer Maulwurf genannt.

Fellkühe

Die Fellkuh unterscheidet sich von der landläufig bekannten Milchkuh lediglich durch ihr dickes, 20 bis 30 cm langes, Fell. Die zähe Langhaarkuh, wie sie ebenfalls genannt wird, ist bestens für kalte Gegenden geeignet und sucht sich ihr spärliches Futter sogar noch unter einer tiefen winterlichen Schneedecke. Zudem ist ihr Fell zur Herstellung wärmender Kleidungsstücke vorzüglich geeignet.

Felsmarder

Der Felsmarder lebt auf Hochebenen und im Gebirge. Seine Schlupflöcher sucht er sich in Felsspalten. Ganz oben auf seinem Speisezettel stehen Frösche und Kröten, die er zu Genüge an Gebirgsseen findet. Selbst die giftige Schwarzpockenkröte kann ihm nichts anhaben.

Frechdachs

G:11, S/LE:5, Begr.:9, TP:W6, BW:W4+1 • Er ist ein kleiner lustiger Geselle, wird etwa 30 cm lang und frißt für sein Leben gerne Honig. Wird er als Jungtier gefangen und mit viel Zuneigung großgezogen, gewinnt man einen treuen, verwegenen Freund fürs Leben.

Haselmaus

Sie ist die kleinste ihrer Art, gerade so groß wie eine Haselnuss. Aber Vorsicht, denn still und heimlich knabbert sie Rucksäcke und Vorräte von Abenteurern an.

Hirschziegenantilope

Diese Antilopenart hat Hörner wie eine Ziege, lebt im Mittelgebirge und lässt sich melken, wenn man sie füttert.

Klammeraffe

G:10, S/LE:4, TP:W4, BW:W4+1 • Wird ein Wanderer von einer Horde (10 bis 20) Klammeraffen, sie sind nur 30 cm groß, überfallen, so hat er das Problem, sie schwerlich wieder los zu werden. Die kleinen Klammeräffchen hängen sich an Arme und Beine ihrer auserwählten Spender. Ihre feine Nase verrät ihnen, wo sie suchen müssen und man wird sich wohl oder übel von fast allen Nahrungsvorräten (sie fressen alles nur kein Fleisch) trennen müssen. PS: Ihre kleinen Eckzähnchen sind sehr spitz!

Korsak

Der Steppenfuchs wird 35 bis 40 cm groß. Sein Fell ist rotbraun. Im Vergleich zum Rotfuchs hat er längere Beine. Er lebt vorwiegend in Steppen und Wüstengegenden. Kleine Nagetiere wie Mäuse und Murmeltiere sowie Vögel und deren Eier stehen auf seinem Speiseplan. Einmal im Jahr wirft das Weibchen in einem verlassenen Dachs- oder Fuchsbau 2 bis 11 Junge. Bei Jägern ist diese Fuchsart nicht sehr beliebt, da ihr schlichtes Fell zu borstig und ruppig ist, als dass eine Weiterverarbeitung lohnend wäre.

Kugelschreibär

G:8, S/LE:8, RS:2, TP:W8 • Diese putzige Bärenart wird gut 120 cm groß, hat tintenschwarzes Fell und ist normalerweise friedfertig. Kommt man einem Kugelschreibärbau jedoch zu nahe und Mutterbär sieht ihre Jungen bedroht, so hört man ihren warnenden Schrei "Kuugelllll!", auf den man tunlichst hören sollte.

Liebär

G:7, S/LE:5, Begr.:10, RS:1, TP:W4, BW:W4 • Dieser kleine Vertreter seiner Art wird höchstens so groß wie ein Schaf, hat kuschelweiches Fell, ist lammfromm und sehr gelehrig, wie geeignet für Gaukler und Schausteller. In freier Wildbahn lebt er vereinzelt in hügeligen Gebieten und allen Wäldern. Blätter, Beeren, Käfer und Würmer stehen auf seinem Speiseplan, aber auch Mäuse verspeist das tapsige Kerlchen gerne, so er sie erwischt.

Leseratte

Sie gehört zu den Tieren, die ihren Lebensraum dem der Menschen angepasst haben, ist allerdings äußerst unbeliebt, denn Bibliotheken sind ihr liebster Aufenthaltsort. Dort sammelt sie Material für den Nestbau. – Ausgerechnet Papier, das weiße Gold der Gelehrten, hat sie sich als Polster für ihre Jungen ausgesucht. In fast jeder größeren Stadt gibt es für eine erlegte Leseratte eine Belohnung von 10 bis 100 Knochenmark.

Maulwolf

G:8 bis 12, S/LE:5 bis 8, Begr.:5 TP:W6+2, BW:W6 • Noch ist alles Gold, was glänzt, noch ist alles Hund, was bellt! So wirkt der Maulwolf auf den ersten Blick wie ein gedrungener Wolf von 50 bis 90 cm Schulterhöhe und braunschwarzer Farbe. Jedoch sind seine Krallen deutlich länger. Sein Maul ist kurz und spitz, geziert von langen Barteln. Nicht der Wolf, sondern der Maulwurf ist sein nächster Verwandter. Und wie dieser gräbt er seine Bauten tief ins Erdreich. Rastet eine Heldengruppe unwissentlich genau über einem Maulwolfsbau, so kann das verängstigte Tier, um seine Jungen zu beschützen, fälschlicherweise die Helden angreifen. Das gefährliche daran ist, Maulwölfe greifen nur im Rudel (Großfamilie 4 bis 10 erwachsene Tiere) an und erscheinen überraschenderweise, indem sie plötzlich aus dem Erdreich brechen.

Maulwurf

Wie jeder weiß (?), auch der Maulwurf gehört der Gattung der Bären an. Er stammt in direkter Linie vom Erdbär ab, hat jedoch keine rosa Nase, ist wesentlich kleiner und so gut wie blind. Er wird auch kleiner Erdbär genannt.

Meerkatze

G:13, S/LE:4, Begr.:6, TP:W4, BW:W6 • Die Meerkatze, das ideale Haustier der Seeleute. Ihre Größe entspricht der einer Hauskatze, ihr Fell ist kürzer und leicht ölig, dafür aber wasserabweisend. Sie lebt von Meeresfischen, die sie selber fängt. Genauso gerne frißt sie aber auch Reste vom Fischmarkt. Ihre Lieblingsspeise ist übrigens der augenlose Blindfisch.

Muffling

Er ist 40 bis 50 cm groß, 4 bis 5 kg schwer, sein Fell ist sehr dicht, lang und von heller Farbe. Seine kleinen, spitzen Ohren und die dunklen Knopfaugen sind ständig in wachsamer Bewegung. Der lange, buschige Schwanz dient zur besseren Gleichgewichtshaltung und das hat er auch bitter nötig, denn er lebt in den zerklüftetsten Höhen des Mittelgebirges. Das Besondere an ihm ist der Fellbeutel an seinem Bauch, in den er sich selber zum Wärmen und Schlafen einrollt. Er frisst sehr gerne junge Pflanzentriebe und aus diesem Grunde sichtet man ihn auch gelegentlich in flacheren Gebieten. Wegen seines dichten Pelzes wird er häufig gejagt und zu Winterbekleidung verarbeitet.

Papiertiger

G:18, S/LE:15, TP:W10, BW:2W6 • Der Papiertiger ist genauso groß und kräftig wie seine gelbschwarz gestreiften Artgenossen, nur dass sein Fell schneeweiß ist. Er lebt auch nicht in der Steppe, sondern im verschneiten Hochgebirge. Finden ein weibliches und ein männliches Tier zusammen, so bleiben sie ein Leben lang ein Paar.

Reiswolf

G:14, S/LE:12, Begr.:9, TP:W10, BW:2W6 • Der gefährliche Reiswolf hat messerscharfe Zähne und ist in den Reisanbaugebieten der Siernapaj und Umgebung zu Hause. Dort kann man ihm vor allem im Gebiet um den Südsee begegnen, vereinzelte Exemplare leben in der Steppe der Wandolks. Die Welpen des Reiswolfs fressen gerne ganz junge Reispflänzchen. Erwachsene Tiere bevorzugen erlegtes Wild.

Säbelzahntiger

G:16, S/LE:24, TP:2W8, BW:4W4 • Er ist deutlich größer und muskulöser als seine Artgenossen, außerdem zeichnet er sich durch seine bis zu 20 cm langen Eckzähne aus. Sein Fell ist silbrig beige und seine Bewegungen sind sehr anmutig.

Schneehase

Diese Gattung Hasen lebt dort und dann, wo und wann es ihren Brüdern und Schwestern zu kalt ist oder wird, denn Schneehasen verschlafen die Hitze des Sommers in ihrem Versteck. Erst mit einsetzendem Frost erwachen sie und kommen aus ihren Löchern hervor. Ihr Fell ist länger und dichter und silbrigweiß bis hellblond. Sie futtern liebend gerne Eisblumen.

Schweinehund

Der Hütehund der Schweinezüchter. Er suhlt sich genauso gerne wie die Schweine im Dreck. Ihn stört kein Gestank und er lässt sich von keinem Eber einschüchtern.

Stachelbär

Der Stachelbär wird 40 bis 60 cm groß, ungefähr 20 bis 30 kg schwer und sein Fell ist durchsetzt mit gut 20 cm langen Stacheln, ähnlich einem Stachelschwein. Solange man ihn nicht ärgert, ist er ein eher gemütlicher Artgenosse, der sich von Insekten und Beeren ernährt.

Steppenschuppentier

G:6, S/LE:6, RS:7, TP:2W8, BW:1 • Man kann dieses seltene Tier – es ähnelt einer Riesenschildkröte – eher hören als sehen, denn seine übereinander reibenden Schuppen machen ein sehr unangenehmes Geräusch, wie das von Kreide auf Schiefer. Wie der Name schon sagt, lebt es hauptsächlich in Steppengegenden. Es wird bis zu 1 m lang und 70 kg schwer, ist bräunlich gefärbt und durch sein hohes Körpergewicht (die dicken Schuppen) extrem langsam. Natürliche Feinde kennt es kaum, aber man sollte es nicht unterschätzen, denn beißt es erst mal zu, brechen Knochen in sekundenschnelle.

Sumpfaffe

Das possierliche Tierchen ist 20 bis 30 cm groß, etwa 1 kg schwer und sein Fell ist schlicht und schwarz. Seine kleinen, runden Öhrchen und die tiefgrünen Augen geben ihm ein niedliches Aussehen. Sumpfaffen sind geschickte Froschfänger und außer diesen fressen sie für ihr Leben gerne Sumpfapfelkerne. Sie leben Seite an Seite mit den Riedlingen, oft als deren Baumhaustier.

Teddybär

Der Teddy ist ein 30 bis 40 cm kleines possierliches Tierchen mit langem, zotteligem Fell. Er ist vollkommen ungefährlich, stellt aber in einem Haushalt oder einer Taverne ein absolutes Chaos an. Ergo … er ist nicht gerade das geeignete Haustier für die Stadt, allerdings findet man ihn ab und an bei Halblingen.

Waldbär

G:10, S/LE:23, RS:2, TP:2W8, BW:W6 • Ausgewachsen ist er mit bis zu 3 m (aufrecht stehend) einer der größten seiner Art. Er bringt beachtliche 250 kg auf die Waage (allerdings bringt er sie nicht so ganz freiwillig dorthin) und ist mit Vorsicht zu genießen. Dringt ein Reisender in sein Revier in den Wäldern ein, kann das Tier zur Bestie werden.

Werwolf

… an und für sich eine Krankheit, die durch eine Bisswunde übertragen wird. Im Anfangsstadium noch heilbar, tritt die Verwandlung zunächst nur in Vollmondnächten auf. Später findet die Verwandlung zu jeder Zeit statt und ist nur noch sehr schwer durch starke Zauber heilbar. Nach längstens 2 Jahren ist die Verwandlung dauerhaft. Das kranke humanoide Wesen wird endgültig zum Werwolf und ist nur noch durch ein Wunder zu heilen.

Wolf

G:13, S/LE:6 bis 9, Begr.:6 TP:W6+2, BW:W6+2 • Dieses Rudeltier wird 60 bis 120 cm groß. Lebensraum sind Wald, Wiese und Vorgebirge. In warmen Monaten schließen sich Wolfsfamilien zu großen Rudeln zusammen, um gemeinsam zu jagen. Das ist auch die Zeit, in der die weiblichen Tiere ihre 4 bis 6 Jungen zur Welt bringen.

Wollmilchsau

Das ideale Tier für Kleinbauern und Selbstversorger, denn die Wollmilchsau liefert tatsächlich Wolle, Milch und Fleisch. Als Futter genügen Küchenabfälle und in mageren Zeiten Gras oder Heu. Verwöhnen kann man eine Wollmilchsau, indem man sie auf eine Wiese mit frischem, saftigem Klee stellt. Wollmilchsäue lieben Klee. Nur Eier legen können sie nicht – noch nicht.

Ziegerette

Böse Zungen behaupten, diese Ziegenart stamme ursprünglich von den Zwergen ab. Tatsache ist, daß dieses Tier bis zum Himmel stinkt. Da hilft kein Waschen, kein Häuten und auch kein ach so langes Abkochen. Ziegeretten sind einfach ungenießbar. Nachdem sie ihres Gestanks wegen beinahe ausgerottet wurden, findet man sie heute nur noch in Ausland und bisweilen im Mittelgebirge.

VogelVögel

Die Lüfte, erfüllt von piependem Bunt …

Bordsteinschwalbe

Sie misst 20 bis 25 cm, die Farbe ihres Gefieders ist unscheinbar graubraun, nur in der kurzen Paarungszeit ist ihr Kleidchen auffallend bunt und schrill, sie ist wie geschaffen für ein Leben in den großen Städten der Menschen. Im Gegensatz zu ihren Artgenossen, die auf Bäumen und unter Dachstühlen nisten, baut die Bordsteinschwalbe ihr Nest jedoch an Straßenrändern, in alten Mauselöchern, unbenutzten Kisten … Sie ernährt sich von Insekten. Hie und da fallen auch mal ein paar Brotkrumen für sie ab.

Dreckspatz

Dieses kecke Kerlchen misst 11 bis 17 cm, die Farbe seiner Federn ist matschbraun, daher resultiert auch teilweise sein Name; aber eben nur teilweise, denn der Dreckspatz nimmt für sein Leben gerne Staub-, Matsch- und Schlammbäder. Fühlt sich der Dreckspatz bedroht, so breitet er seine Flügel aus, macht sich so flach wie möglich, schüttelt sich kurz, um ein wenig Staub aufzuwirbeln und drückt sich dann ganz dicht an den Boden. So verharrt er ganz still und hofft, unentdeckt zu bleiben. Da er sich hauptsächlich von Insekten ernährt, die es vom Urwald bis hin zu den Wüstenregionen gibt, findet man ihn auf ganz Arcoris.

Dünnpfiff

Mit seiner Größe von 1 bis 3 cm ist er der kleinste seiner Art. Er wiegt nicht mehr als eine Erdnuss. Allerdings hat er auf seinen kleinen Federchen alle nur erdenklichen Farben vereint: weiß, gelb, orange, rot, grün, blau, lila und schwarz. Man findet ihn in Randgebieten und Oasen der Wüste. Sein Gezwitscher ist so leise und dünn, dass es selbst in ruhigen Gegenden kaum zu vernehmen ist. Zwischen bunten Blüten und Früchten, die ihm als Nahrung dienen, ist er kaum zu entdecken. Nur selten findet man das Federkleid eines Dünnpfiffs als Schmuck wieder, denn das Leben dieses kleinen Tierchens wird von den Mareehm geschützt, da sie ihn als Glücksbringer ansehen.

Fliegenfänger

24 bis 30 cm ist er groß und leicht an seinen bunten Schwanzfedern zu erkennen, die im Gegensatz zu seinem restlichen, schwarzen Gefieder sehr auffällig sind. Bei der Landbevölkerung ist er besonders beliebt, denn auch er macht seinem Namen alle Ehre. Die Fliegen fühlen sich von den bunten Federn angezogen und er braucht sie nur noch aufzusammeln.

Galgenvogel

Diese Geierart hat einen extrem langen Hals. Daher der Name.

Hänfling

Das Gefieder dieses 20 cm großen Vogels ist hauptsächlich grau und braun. Die Flügelenden sind schwarz und auf dem Kopf trägt er ein rötliches Häubchen. Trockene Weiden, Gras- und Gartenflächen sind sein Zuhause. Er ernährt sich von allerlei verschiedenen Samen. Sein Nest baut er in niedrige Büsche und Bäume und in den Monaten Muthera bis Julieba brütet das Weibchen in der Regel 5 Eier aus.

Himmelsstürmer

G:8, S/LE:3, Begr.:10, TP:W2, BW:50 • Der 30 bis 40 cm große, graubraune Vogel wird gerne wegen seiner Gelehrigkeit von Kaufleuten, Heilern, Alchemisten und Magiern als Brieftaube eingesetzt. Er erreicht eine enorme Geschwindigkeit und fliegt in Höhen, in denen ihm kein Pfeil etwas anhaben kann.

Piepmatz

Er ist mit seinen 10 bis 13 cm, seinem gelben Gefieder und seinem wohlklingenden Stimmchen ein beliebtes Haustier. Ursprünglich lebte dieser Vogel nur in den dichtesten Wäldern von Grünland. Nun trifft man ihn in allen wärmeren Gebieten (z.B. Wohnstuben) von Arcoris an. Er ernährt sich am liebsten von den Samen der Herzblätter.

Rauhfußkautz

Er wird 30 bis 40 cm groß. Sein dichtes Gefieder, das bis zu seinen Krallen reicht, ist bräunlich gefärbt, seine Brust ist weiß. Nadelwälder sind seine bevorzugte Heimat und er ernährt sich wie seine Artgenossen von kleinen Nagetieren und Singvögeln. Er nistet gerne in alten Spechthöhlen, und während das Männchen Nahrung heranschafft, brütet das Weibchen von Magnahr bis Muthera 4 bis 6 Eier aus.

Schlickspecht

Für gewöhnlich misst er 20 bis 28 cm und sein braungrünliches Gefieder ist nicht gerade extraordinär. Seine Beine sind allerdings mindestens doppelt so lang wie die seiner Artgenossen, was ihm sein Leben in den Sümpfen erheblich vereinfacht. Auf seinem Speiseplan stehen Würmer, Maden und Raupen. Somit vertilgt er einen großen Teil an Baumschädlingen.

Schneeeule

Ihr Gefieder ist weiß und sie misst ausgewachsen bis zu 60 cm. Ihr bevorzugter Lebensraum sind die schneebedeckten Gebirge. Ihre Tarnung ist dort perfekt. Insekten und kleine Nager zählen zu ihrer Nahrung. Damit füttert sie auch ihre Jungtiere, die von Aprux bis Julieba schlüpfen.

Spaßvogel

G:7, S/LE:3, Begr.:6, TP:W4–1, BW:20 • Er lebt auf ganz Arcoris, allerdings ist seine Art außerordentlich selten. Er wird 28 bis 40 cm groß und sein Gefieder ist bläulich gefärbt. Das Besondere an diesem seltsamen Vogel ist seine fast menschliche Intelligenz. Zuweilen lebt er in der Nähe von Menschen, Halblingen, Riedlingen oder Elben. Einzelne Spaßvögel schließen sich bereitwillig einem Angehörigen dieser Rassen als Gefährte an. Innerhalb kürzester Zeit erlernt er die grundlegenden Bausteine der Sprachen, die um ihn herum gesprochen werden. Er versteht es vorzüglich, Stimmen zu imitieren und scheint eine besondere Vorliebe für Derbheiten und Witzeleien zu haben. Da der Spaßvogel nicht sehr bekannt ist, ist die überraschung umso größer, wenn man ihm begegnet. Noch seltener trifft man auf den artverwandten Plappagei, die bunte Variante. Um noch eins zu bemerken: Ein Spaßvogel oder Plappagei als Dauerbegleiter kann recht stressig werden.

Nach einem langen Tag schlagen unsere Abenteurer ihr Lager ausgerechnet neben dem eines Spaßvogels auf. Natürlich kümmern sie sich nicht um ein harmloses Vögelchen, das in den Baumwipfeln sitzt. Und so kann dieser ungestört lauschen. Unsere Freunde ergriffen heute die Möglichkeit, in Mooskau einzukaufen. Jeder hat etwas zu zeigen oder zumindest zu erzählen. So kann Akkinu, der Zehnjährige, seine neue Mütze vorführen, die er von Rotarn, dem Krieger bekommen hat. Tanda unterhält sich (strunzt) gerade mit Aira: "… den hättest du flitzen sehen müssen, als ich mein Messer gezogen habe …" und Arutileff präsentiert stolz seien neuen, teuren Umhang aus Samt. Außerdem hat er noch ein neues magisches Spielzeug günstig erstanden, mit dem er mühelos ein Feuer entzünden kann. Gerade verrät er Rotarn die Zauberformel für das kleine Artefakt, das er in seinem neuen Mantel mit sich herumträgt: "Das ist nicht weiter schwierig, Rotarn, mein Freund. Selbst du kannst damit umgehen." Und leise, um nichts ungewollt auszulösen, fügt er hinzu: "Du musst lediglich folgendes laut aussprechen: Ein Feuer soll entfachen durch die Flammen, die erwachen!"

Bevor sich die Freunde versehen, hören sie ein lautes Krächzen, einem Lachen nicht unähnlich, und ehe sie reagieren können, ertönt: "Ein Feuer soll …!" Wie das Ganze ausgeht und wem der aufgeregt fluchend umherhüpfende Arutileff seinen Mantel in Flammen zu verdanken hat, kannst Du Dir ja nun vorstellen.

Sumpfmeise

Die Sumpfmeise ist 13 bis 16 cm groß, neben ihrem braunen Gefieder trägt sie ein schwarzes Häubchen. Wie ihr Name verrät, lebt sie in Sumpfen. Ihre Nahrung besteht aus Insekten, Samen und Früchten. Sie nistet in Baumlöchern und legt im Monat Muthera 7 bis 10 Eier. Das Brüten übernimmt das Vogelpärchen abwechselnd.

Tangente

Auch Salz- oder Meerente genannt. Man trifft sie in kleinen Gruppen an allen flachen Küsten im Süden von Arcoris. Ihr Gefieder ist unscheinbar braun. Seetang ist ihre Leibspeise und dort, wo dieser wächst, ist der Berührungspunkt der Tangente mit der Weltkugel.

Tontaube

G:6, S/LE:2, Begr.:13, BW:25 • Sie sehen aus wie ganz ordinäre Tauben, allein der Schnabel ist ihnen anders gewachsen und gleicht dem eines Sittichs. Tontauben werden im Reiche König Willis als Nachrichtenübermittler genutzt und leben aus diesem Grunde recht gefährlich, werden sie doch immer wieder einmal abgeschossen. Sie werden stets paarweise verkauft und können auch nur so gehalten werden. Erstens sind sie sehr liebebedürftige Schmuser, eine einzelne Tontaube verweigert die Nahrung und geht ein, und zweitens kann nur ein verliebtes Tontaubenpaar Nachrichten überbringen, denn ein Tier merkt sich die Nachricht und das andere findet den Weg!

Um eine Tontaubennachricht zu versenden, spricht man der ersten Taube den Text (maximal 13 Wörter) laut vor und nennt der zweiten den Bestimmungsort. Beispielsweise: "Erwartet unser Eintreffen in zwei Wochen. Gruß, Arutileff." Und: "Burg Wetterscheid, Sturmwolke!" Hat man Glück und das Taubenpaar begreift, begibt es sich sogleich auf die Reise. Ansonsten kann man erst am folgenden Tag einen erneuten Versuch starten! PS: Natürlich muß das Taubenpaar zuvor schon einmal am Bestimmungsort gewesen sein, um über Ortsnamen sowie Tontaubenschlagbezeichnung unterrichtet zu sein.

Trottellumme

Diese Möwen belustigen die an der Ostküste lebenden Nene’Ad, benehmen sie sich doch, als seien sie betrunken. Sie fliegen Schlangenlinien, torkeln beim Watscheln, kippen beim Schwimmen um und schlafen, mit einem Fisch quer im Maul, während des Fressens ein.

Uhu

Sein Gefieder ist entgegen dem uns bekannten Uhu (der Erde) gelblich gefärbt und ganz und gar nicht auf Tarnung ausgelegt. Sein Kot wird von allen Rassen und Völkern gerne als Klebstoff genutzt.

Wehzehente

Diese Entenart könnte man auch als Abart bezeichnen. Die Wehzehente erreicht ausgewachsen eine Spannweite von 80 bis 90 cm und wiegt beachtliche 4 bis 5 kg. Ihr Aussehen kann man als unscheinbar, vielleicht sogar hässlich bezeichnen. Die Abwasserkanäle der großen Städte sind ihr Zuhause. Sie ernährt sich von allem, was darin herumschwimmt. Ihr Fleisch ist zwar nicht giftig, aber der Geschmack lässt doch schwer zu wünschen übrig.

Wibbelstätz

Dieses 13 cm kleine Vögelein ist wohl das nervöseste und ängstlichste Tier auf ganz Arcoris. Bereits bei der allerkleinsten Ungewöhnlichkeit (schleichende Abenteurer sind sehr ungewöhnlich) könnte man meinen, es bekomme gleich einen Herzanfall, so aufgeregt flattert es herum. Es zwitschert dabei zwar nicht, doch macht allein sein närrisches Flügelschlagen genug Radau, alle Tiere (und Wachposten) der Umgebung zu alarmieren.

Zilpzalp

Er hat ein wunderschönes Stimmchen und verdankt seinem charakteristischen Ruf auch seinen Namen. Er ist etwa 14 cm groß, hat ein braunes Federkleid und braunschwarze Füße. Dichtes Unterholz bietet ihm Schutz. Sein Nest baut er in dichtem Gebüsch in Bodennähe. Das weibliche Tier brütet 2 Mal im Jahr 6 bis 7 Eier aus, während das Männchen sich um Nestpflege und Nahrungsuche kümmert.

Wassertiere

… sind für gewöhnlich Tiere, die unter oder zumindest im Wasser leben, aber wie bei so vielem bestehen auch hier Unterschiede, denn auf Arcoris gibt es …

Bleifisch

Dieser ungenießbare Tiefseefisch ärgert ab und an die Fischer, denn er ist sehr schwer und nicht selten reißt ein Fischnetz beim Einholen, hat man einen Schwarm Bleifische gefangen.

Blindfisch

Er wird 25 bis 35 cm groß und 300 bis 450 g schwer. Seine Farbe, soweit man sie als solche bezeichnen kann, ist milchig durchsichtig. Außergewöhnlich an diesem Fisch ist: Er hat keine Augen. Die braucht er aber auch nicht, denn in die Tiefen, in denen er lebt, dringt kein Licht. An die Wasseroberfläche kommt er nur bei Nacht, um seine Nahrung, die Nachtschwärmer, zu suchen. Bedauerlicherweise ergänzt er bei diesem Unterfangen allzu oft selber die Nahrungskette. Er steht bei den Meerkatzen ganz oben auf dem Speiseplan.

Fischstab

Der schmackhafte Fischstab wird 120 bis 140 cm lang, ähnelt in Bewegung einer Wasserschlange, hat aber Gräten und Kiemen. Er lebt in fast allen Gewässern (Süß- sowie Salzwasser) und jeder Fischer freut sich, so er ihn in seinem Netz findet. In kurze Stücke geschnitten, leicht paniert und goldgelb gebraten schmeckt er am besten!

Fußstachler

TP:1 • Der Fußstachler gehört zur Familie der Seeigel. Sein Durchmesser beträgt 10 bis 15 cm und sein Gewicht ist bei dieser Größe mit etwa 50 g recht gering. Seine Stacheln sind 4 bis 8 cm lang. Von Natur aus hellbraun, kann er jedoch seine Farbe dem Untergrund anpassen und sich somit quasi unsichtbar machen. Er lebt überwiegend in den flachen Küstenabschnitten vor Siernapaj und ernährt sich von Algen. Seinen Namen verdankt er seinen spitzen Stacheln (die im Normalfall schmerzende aber ungefährliche Einstiche hinterlassen) und den vielen Seeleuten, deren Füße Bekanntschaft mit diesem Tierchen gemacht haben.

Glashai

G:12, S/LE:24, TP:W8 • Dieser bis zu 3 m große Jäger ist so gefährlich, weil er nahezu unsichtbar ist. Hat man Glück, entdeckt man ihn, da noch die unverdauten Reste seiner letzten Mahlzeit in seinem Innern schwimmen. Das sieht zwar nicht unbedingt sehr appetitlich aus, kann einem aber das Leben retten.

Knurrhahn

Was für den Bauern der Hahn am Morgen auf dem Mist, ist für die Seeleute der Schrei des Knurrhahns auf dem Wellenkamm.

Ohrmuschel

Diese Muschel wird bis zu 10 cm groß, klammert sich an steinige Felsküsten und sieht beileibe einem menschlichen Ohr ähnlich. Zur Not kann man sie gekocht essen, dabei ist ihr Geschmack wenig aufregend, doch wirkt die seltsam vertraute Form schon ein wenig abstoßend.

Sandaal

Schlangenförmiger in der Wüste lebender Lungenfisch von 30 bis 60 cm Länge. Die Mareehm kennen zahlreiche Rezepte, ihn schmackhaft zuzubereiten.

Schaumschläger

Zuweilen kann man beobachten, wie das Meer auch bei wenig Wind aufgewühlt wird, als koche das Wasser. Dies ist dann für jeden Fischer das weit sichtbare Zeichen für einen Schaumschlägerschwarm. Der gut 50 cm lange Fisch, er sieht übrigens wie die Miniausgabe eines Walfisches aus, fördert durch sein wildes Gezappel an der Wasseroberfläche das Wachstum von Plankton, welches er verspeist.

Seeschwalbe

Dieser im ganzen Land bekannte fliegende Fisch, macht seinem Namen alle Ehre. Selbst Vögel beneiden ihn um seinen pfeilschnellen Flug, mit dem er Insekten fängt. Beobachtet man auf See ein Fischerboot, dessen Segel aus Netz besteht, so handelt es sich wohl um einen Seeschwalbenfänger, der den gut 20 cm langen Luftakrobaten fängt.

Wasserwolf

G:9, S/LE:7, TP:W6 • Der Wasserwolf gehört zur Familie der Hechte. Er wird bis zu 150 cm lang, lebt im Salzwasser, ist aggressiv, sehr gefährlich und jagt in Gruppen zu 3 bis 8 Tieren. Im Rudel kann er sogar einen Hai in die Flucht schlagen und ihm seine Beute streitig machen.

Weißfisch

Er ist 30 bis 40 cm groß und bis zu 3 kg schwer. Seine Rückenflosse ist etwa 20 cm lang und seine Schwanzflosse ist breit gefächert, seine Schuppen sind weißlich silbrig und reflektieren das Licht. Weißfische leben überwiegend in Küstennähe und ernähren sich von Algen, Nordseegras und kleinen Schnecken. Zur Paarung begeben sie sich in die östliche Meerenge zwischen Smöhre und Neander. Dort wird dann das Weißfischfest gefeiert. Weißfische gelten bei allen Rassen als sehr schmackhaft. Ihre Schuppen werden zu Schmuck verarbeitet.

Wellenreiter

Dieser große Fisch, er wird knapp 1 m und 15 kg, vermag mit seiner kräftigen Schwanzflosse quasi auf den Wellen zu reiten. Dadurch ist er in der Lage, lange Zeit über Wasser zu bleiben, um nach fliegenden Insekten zu schnappen.

Zierfisch

Den schillernden Zierfisch gibt es in allen nur denkbaren Farben. Ein Schwarm dieser 5 bis 10 cm kleinen Tierchen kann, von einem Boot aus betrachtet, wie ein Regenbogen unter Wasser wirken. Aus irgendeinem rätselhaften Grund bildet ein Zierfischschwarm beständig alternierende Farbformationen.

Weichtiere

Sich windende wirbellose Tiere ohne Gliedmaßen. Priester vermögen mittels Wurmsegen, Krankheitsdämonen in Wurmgestalt zu vertreiben. Angler verleiten mit ihrem Wurmsegen Fische dazu, in einen metallenen Haken zu beißen.

Drehwurm

10 bis 30 cm lang, zählt er zur Familie der Wüstenbewohner. Hin und wieder trifft man ihn auch im Hochgebirge. Je nach Temperatur und Luftfeuchte dreht er sich zusammen oder rollt sich aus. Auf diese Weise kann er seine Körpertemperatur beeinflussen und Abkühlung oder Austrocknung vermeiden. Wird es ihm zu kalt, so beginnt er, sich kontinuierlich aufzurollen. Die ständige Bewegung erzeugt Reibungswärme.

Heuschnecken

Diese schlüpfrigen Scheißerchen leben fast ausschließlich in ländlichen Gebieten. Sie gelten bei Hofe und bei Menschen, die auf Prestige Wert legen, als Delikatesse. Es ist nicht leicht, eine Heuschnecke zu fangen, denn sie springen samt Haus bis zu 2 m hoch und 4 m weit.

Ohrwurm

Er macht seinem Namen alle Ehre. Schläft man in Steppen oder Wüstengebieten im Freien, sollte man stets eine Decke oder den Rucksack als Kopfkissen benutzen, denn dieses Tier hat eine Vorliebe für Ohrenschmalz. Der Wurm wird bis zu 3 cm lang und ist bindfadendünn. Als Einzeltier bemerkt man ihn womöglich gar nicht. Legt er aber erst einmal seine Eier ab und die Larven schlüpfen (1 bis 2 Tage später), kann das zu erheblichen Ohrenschmerzen führen und bei Mitreisenden starke Übelkeit auslösen (wenn diese das befallene Ohr etwas genauer betrachten). Ein paar Tropfen Speiseöl helfen schnell.

Würmchen

Gräbt man ein Feld um, kann man sie vereinzelt finden. Dem Regenwurm nicht unähnlich, sind sie jedoch kürzer, dicker und heller. Setzt man sie in einen metallenen Eimer und füttert sie regelmäßig mit Küchenabfällen, hat man schnell eine kleine Würmchenzucht. Sie werden knapp 3 cm lang und 1/2 cm dick. Resch gebacken und gut gewürzt stellen Würmchen in jeder Taverne eine preiswerte Knabberei zum Wein dar.